Aktuelles

Weiterführende Links, Studienergebnisse und Fachartikel

Hier finden Sie eine Auswahl von interessanten Internetlinks und Artikeln aus diversen medizinischen Zeitungen und Zeitschriften sowie aktuelle Studien zu verschiedenen Themengebieten. Die Liste wird laufend aktualisiert. Hier die Themengebiete im Einzelnen:

Bereich Thema Inhalt
Patienten Internet  Arztsuche im Internet
Befragung von Patienten über die Nutzung des Internets bei der Arztsuche, 2008
Wer sucht nach welchen medizinischen Informationen im Netz?
Ergebnisse einer Studie aus Deutschland, 2007
Welche Online-Angebote wünschen sich Patienten?
Ergebnisse einer amerikanischen Studie, 2007
medizinische Informationen Wer sucht wo und warum nach medizinischen Informationen? Ergebnisse einer Studie der Universität Witten-Herdecke, Befragung von Patienten einer Hausarztpraxis
Marketing Praxisführung Klares Praxisprofil ist wichtig!
Artikel Dt. Ärzteblatt, 2007
Werbung Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2010 Ergebnisse einer Studie der Stiftung Gesundheit, 2010
Wie stehen Ärzte zu Werbung und Marketing? Ergebnisse einer Studie der Stiftung Gesundheit, 2009
Praxiswebsite Die Praxis-Website 2.0
Anforderungen an eine moderne Praxis-Website; Artikel aus "Der niedergelassene Arzt" 12/2010
Praxiswebsite als Standardinstrument des Praxismarketing
Gesundheitsmarkt Marktentwicklung Zukunftsperspektiven, Herausforderungen und Chancen für die Beteiligten am Gesundheitsmarkt. Ergebnisse einer Schweizer Studie
Internet Arztbewertungsportale Linksammlung der wichtigsten Portale

 

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Arztbewertung im Internet

Es existieren immer mehr Internet-Portale für die Bewertung von Ärzten. Hier eine Liste der wichtigsten Portale:

www.arztspiegel.de

www.helpster.de

www.imedo.de

www.jameda.de

www.patienten-empfehlen-aerzte.de

www.topmedic.de

www.DocInsider.de

 

 

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Arztsuche im Internet

Das Internet ist nicht nur ein wichtiges Informationsmedium zu Fragen rund um die Medizin, sondern auch um sich vor einem Arztbesuch über eine Praxis zu informieren. Demnach wählen 51% der Besucher einen Arzt mit Hilfe des Internets aus, 63% informieren sich vor einem Arztbesuch über die Praxis und finden eine Praxis-Homepage dementsprechend wichtig. 84% der Befragten bevorzugen zudem ein Ärzteverzeichnis, in dem sie eine Praxis nach Name, Behandlungsschwerpunkt oder Ort suchen können. Wichtige Informationen auf der Website einer Praxis sind Angaben zu Praxisschwerpunkten und dem Leistungsspektrum (je 72%), eine Beschreibung des Arztes (53%), Informationen zum Praxis-Team (39%) bzw. zu den Praxis-Räumlichkeiten (24%). Die Möglichkeit für eine Online-Terminvergabe wird von ca. 30% der Befragten gewünscht. [Arztsuche im Internet; Stand März 2008]

 

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Welche Online-Angebote wünschen sich Patienten?

In einer amerikanischen Studie wird die Diskrepanz zwischen den Wünschen der Patienten und den Angeboten seitens der Ärzte deutlich. Auch wenn die Studie nicht komplett auf Deutschland übertragbar ist, so zeigt sie doch Tendenzen auf.
Die erste Anlaufstelle für medizinische Informationen und Gesundheitsberatung ist der Hausarzt (61%), gefolgt von medizinischen Websites (44%), Suchmaschinen (33%) und Bekannte/Verwandte (31%) sowie Websites von Kliniken bzw. Universitäten (13%) Aus diesen Zahlen wird die Bedeutung des Internets bei der Informationssuche deutlich.
Die Diskrepanz zwischen den Wünschen der Patienten und den Online-Angeboten seitens der Ärzte wird sehr deutlich, wenn man folgende Zahlen sieht: 45% der Patienten möchten ihren Arzt per E-Mail erreichen, aber nur 11% der Ärzte bieten diese Möglichkeit an. Ein Drittel der Patienten wünschen eine Terminvereinbarung online, lediglich 9% der Praxen bieten diesen Service an. Ebenso ein Drittel wünscht sich Einblick in Laborergebnisse und Befunde über eine sichere Website. Dies wird nur von 7% der Ärzte angeboten. [März 2007]
Hier geht es zur Studie: Patients want more online info from doctors

 

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Wer sucht welche medizinischen Informationen im Internet?

Drei Viertel der Internetnutzer suchen im Internet nach medizinischen Informationen. Menschen mit höherer Bildung, in der Stadt wohnend und mit einer langwierigen Krankheit nutzen das Internet dazu überdurchschnittlich häufig. Personen zwischen 45-80 Jahren weniger häufig. Was suchen die Internetnutzer im Netz? Über zwei Drittel suchen medizinischen Informationen nach einem Arztbesuch, etwa gleich viele suchen nach Informationen, ob sie überhaupt einen Arzt brauchen, gefolgt von denen, die allgemein nach Gesundheit und Krankheit recherchieren. Am wichtigsten ist den Nutzern die Aktualität der medizinischen Information, Sicherheit beim Umgang mit persönlichen Daten und Informationen in der eigenen Sprache. Über 10% der Internetnutzer kontaktierte seinen Arzt bisher direkt via Internet (z.B. Patientenakte einsehen, Rezeptbestellung, Terminvereinbarung online); Gründe für die niedrige Quote sind in erster Linie Datensicherheitsfragen, fehlende Angebote und die Präferenz für persönlichen Kontakt.  

Die Originalstudie können Sie hier einsehen: Use and perception of Internet for health related purposes inGermany: results of a national survey

 

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Wer sucht wo und warum nach medizinischen Informationen?

Diese Studie untersucht, welche Patienten, wo und warum selbstständig nach medizinischen Informationen suchen. Wünschen Sie zusätzlich zum Arztgespräch weitere schriftliche Informationen und aus welchen Gründen? Welche Inhalte der medizinischen Informationen sind dabei für die Patienten wichtig und wie fließt das gewonnene Wissen in die Arzt-Patienten-Beziehung ein.
Nach wie vor steht der Hausarzt an erster Stelle als Informationsquelle. Er genießt auch das höchste Vertrauen, gefolgt von Universitäten und Apotheken.
83% der Patienten suchen im Krankheitsfall eigenständig nach medizinischen Informationen. Über zwei Drittel wünscht sich zum Arztgespräch weitere schriftliche Informationen (unabhängig vom bisherigen Wissensstand).
85% der Patienten gehen auf Informationssuche um herauszufinden, was sie selber tun können. Die Mehrheit der Patienten (79%) möchte Sicherheit im Umgang mit der Krankheit gewinnen. Fast alle (90%) möchten das Besprochene zu Hause in Ruhe nachlesen. 
Generell wird nach Erkrankungsursachen, Behandlungsverfahren und deren Risiken gefragt.
Drei Viertel aller Patienten möchten gemeinsam mit dem Arzt entscheiden; 12% der Patienten möchten sogar ganz alleine entscheiden. Nur 6% überlassen die Entscheidung allein ihrem Arzt.
Der Wunsch mitzuentscheiden nimmt ab 60 Jahren drastisch ab. Über die Hälfte wünscht sich schriftliche Patienteninformationen um mitentscheiden zu können. Patienten, mit einem (sehr) guten Gesundheitszustand möchten eher mitentscheiden, als Patienten mit einem schlechten Gesundheitszustand.  [Wissensnetzwerk evidence.de, Fakultät für Medizin, Universität Witten-Herdecke, Stand: 2003]
Die Originalstudie können Sie hier einsehen: Patienten auf Informationssuche - Motive, Quellen und Vertrauensbasis von Patienten in der hausärztlichen Praxis

 

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Praxisführung: Klares Praxisprofil steigert die Ertragskraft:

Ein Praxisprofil dient den Patienten zur Orientierung und schafft Vertrauen. Selbst kleinere Investitionen in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bringen bereits positive Impulse. Pressearbeit und zusätzliche Serviceleistungen wie z.B. Praxisbroschüren, Praxiszeitung, E-Mail-Newsletter und Recall wirken neben einer modernen medizinischen Versorgung positiv.
Die neue Zielgruppe, die als LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) bezeichnet wird, verfügt über Geld und ist bereit, für ihre Gesundheit sowie für Leistungen mit einem erkennbaren Mehrwert auch Geld auszugeben (wie z.B. freiwillige Gesundheitsuntersuchungen und sinnvolle IGeL). Diese Zielgruppe reagiert positiv auf eine gut organisierte Praxis, Freundlichkeit, kurze Wartezeiten, angenehmes Ambiente und eine "umfassende, hochwertige Versorgung, die unter ganzheitlichen Aspekten erfolgt".
Kooperationen
zwischen niedergelassenen Ärzten ermöglichen es, sich gegenüber Kliniken und MVZ zu positionieren. Gesundheitstage, Vortragsreihen, Internetportal und Praxisführer sind Teil der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit eines Heidelberger Verbunds, der beispielhaft herangezogen wurde. [Deutsches Ärzteblatt, 20.04.2007, Seite 101]

 

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Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit, 2010

Der Anteil  der Privatversicherten in Deutschland liegt bei ca. 11%; deren Umsatzanteil macht jedoch 19% aus. Selbstzahlerleistungen betrugen lediglich 6% des Praxisumsatzes.
50% der Ärzte halten Marketingmaßnahmen für wichtig bzw. sehr wichtig. 22,4% der Niedergelassenen haben ein Marketingbudget definiert. Neben den klassischen Marketinginstrumenten rangieren die Praxiswebsite (68,9%), das Praxispersonal (53,5%) und das äußere Erscheinungsbild der Praxis (43,3%) in der Wichtigkeit der Maßnahmen ganz vorne.

Bei ca. der Hälfte der Ärzte scheint Unklarheit über die rechtlichen Möglichkeiten des Marketingeinsatzes. Zwei Drittel kennen die Möglichkeit der Online-Terminvereinbarung, nur 20% nutzen sie bzw. wollen sie in Zukunft nutzen. [zur Studie: http://www.stiftung-gesundheit.de/PDF/studien/Studie-Aerzte-im-Zukunftsmarkt-Gesundheit-2010.pdf ]

 

Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit, 2009

Die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte (67,3%) weiß nicht, ob sie auf Arztbewertungsportalen im Internet schon einmal bewertet wurden. Ihnen scheint es egal zu sein. Nur 22,7 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal bewertet worden zu sein. Jeder Zehnte verneinte dies. Über die Hälfte der Ärzte verfügt bereits über eine Praxishomepage (ca. 20% davon haben nur Visitenkarten im Netz). In knapp der Hälfte der Websiteauftritte ist der Arzt für die Pflege der Homepage zuständig; nur ca. ein Drittel der Webauftritte wurde von professionellen Webdesignern erstellt. Das kann auch der Grund dafür sein, dass nach Expertenmeinung 75% der Arzthomepages rechtlich angreifbar seien. [zur Studie: http://www.stiftung-gesundheit.de/PDF/studien/Studie_AeIZG2009_kurz.pdf ]

 

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Die Praxis-Website 2.0

Viele Internet-Auftritte sind veraltet und entsprechen den Informationsansprüchen der Patienten nicht. Die Praxis-Website stellt einen Ankerpunkt für den Patienten dar, denn immer mehr Patienten suchen im Internet nach ihrer Arztpraxis. Die Aktualität der Website ist ausschlaggebend, denn ein Nutzer entscheidet in Bruchteilen von Sekunden, ob die Website und somit die Praxis/der Arzt zu ihm passt oder nicht. "Die Website soll ein Medium sein, das die Identität, den Behandlungsanspruch aber auch die Werte einer Praxis im Internet zum Nutzer der Site transportiert." Wichtig ist in diesem Falle ein einheitliches Erscheinungsbild (Corporate Identity) mit Logo, einheitlichem Schriftbild und Farbkonzept etc. Das schriftliche Gestalten sollte sich an den Regeln fürs Internet orientieren (Das Wichtigste zuerst etc.). Ferner muss man sich bei der Gestaltung der Website an die aktuellen Richtlinien und Gesetze (Wettbewerbsgesetz, Urheberrecht etc.) halten.

[Die Praxis-Website 2.0 - Auf Herz und Nieren geprüft, In: Der niedergelassene Arzt, 12/2010, S. 22 ff, Silvia Hänig]

 

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Die Praxis-Homepage als Informationskontakt zu den Patienten:

Die Praxis-Website gilt mittlerweile als Standardinstrument des Praxismarketing.
Für die Praxisdarstellung im Internet gelten jedoch rechtliche Einschränkungen. Neben den berufsrechtlichen Bestimmungen, gelten weitere Gesetze und Regelungen wie z.B. das UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb), das HMG (Heilmittelwerbegesetz) sowie das Telemediengesetz. Letzteres verlangt ein Impressum nach bestimmten Regeln. Urheberrechts- (z.B. bei der Übernahme von Kartenausschnitten für die Anfahrtsbeschreibung) und Haftungsfragen für Inhalte von anderen Website-Betreibern müssen beachtet werden.
"Eine Präsentation im Internet ist eine der günstigsten, aktuellsten und umfangreichsten Möglichkeiten, den Patienten die Praxis vorzustellen. Mit einer Praxishomepage gelingt es sogar, bestimmte Teile der Bevölkerung überhaupt auf sich aufmerksam zu machen." [Unternehmen Praxis 03/07, Seite 25]

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Zukunftsperspektiven des Gesundheitsmarkts - Kostenfaktor und Wachstumschance:

In dieser Schweizer Studie werden die Faktoren für die Veränderung auf dem Schweizer Gesundheitsmarkt, die Herausforderungen und die Chancen für die Beteiligten untersucht und Thesen zur Zukunft der "Gesundheit" aufgestellt. Auch wenn sich diese Studie auf die Schweiz bezieht, können doch zentrale Fakten und Tendenzen auf Deutschland übertragen werden.

 

Gesundheit wird zu einem Megatrend. Im privaten wie im beruflichen Umfeld steigt die Zahl der Bereiche, die mit Gesundheit assoziiert werden. Gleichzeitig steigt die Wahrnehmung von gesundheitlichen Gefahren im Alltag (Vogelgrippe, Feinstaub etc.). Weitere Einflussfaktoren für den "Gesundheitsboom" sind das Potential der Medizin, steigende Anzahl an Zivilisationskrankheiten (auch bei Jugendlichen) und psychischen Erkrankungen, der wachsende Regenerationsbedarf infolge eines hektischen Lebensstils und die höhere Bedeutung des Körpers als Objekt der Selbstinszenierung. Die Bereitschaft der Bevölkerung nimmt zu, einen immer größeren Teil ihres verfügbaren Einkommens für Gesundheit und Prävention auszugeben.

 

Medizinische Institutionen müssen sich stärker dem Wettbewerb stellen, sich auf Ihre Kernkompetenzen besinnen und ihre Effektivität mittels Managementmethoden (z.B. Controlling) überprüfen. Die Bedeutung des Preises oder die Bereitstellung von spezifischem Mehrwert für medizinische Leistungen wächst. Es wird eine Differenzierung des Gesundheitsmarkt in ein Billig- und Luxussegment erwartet.

 

Patienten suchen verstärkt nach Werten wie Nähe, Orientierung und Vertrauen. Da der Hausarzt wegen Zeitmangel und anderen Faktoren diese Rolle nicht mehr in dem Maße erfüllen kann, bilden sich so genannte Gesundheitsberater heraus, die als Ansprechpartner für Patienten zur Verfügung stehen. Die "emotionale" Versorgung des Patienten und seine Begleitung durch die gesamte medizinischen Wertschöpfungskette werden wichtiger. Der Umgang mit Gesundheit und Krankheit erfordert bereichsübergreifende, interdisziplinäre Lösungsansätze wie sie bspw. in Netzwerken zwischen Kliniken und Ärzten gegeben sind.
[GDI-Studie im Auftrag des Eidgenössischen Departments des Inneren (EDI), Bern, August 2006]

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